Fuge wird geplant, nicht nur gefüllt
Wir legen Fugenbreite, Fugentiefe und Dichtstoff auf die reale Bewegung und Belastung aus. So nimmt die Fuge Dehnung und Temperatur auf, statt an der falschen Stelle zu reißen.
Fuger (im Hochbau)
Dehn-, Bewegungs- und Anschlussfugen, die mit dem Bauwerk arbeiten statt zu reißen. Fachgerecht geplant, sauber ausgeführt und dauerhaft dicht.

Fugen sind die geplanten Bewegungslinien eines Bauwerks. Sie nehmen Dehnung, Setzung und Temperaturbewegung auf, halten Wasser und Schmutz fern und entscheiden darüber, ob ein Boden oder ein Bauwerk über Jahre dicht bleibt. Eine falsch ausgeführte Fuge reißt und wird zur Schwachstelle, eine richtig geplante Fuge bewegt sich kontrolliert mit.
Zuerst klären wir, welche Bewegung die Fuge aufnehmen muss, wie breit und tief sie ist und welchen Belastungen sie ausgesetzt wird. Daraus ergeben sich Fugenabstand, Fugenbreite und der passende Dichtstoff. Ohne diese Grundlage ist jede Fuge nur geraten.
Alte Dichtmasse, Mörtelreste, Staub und lose Teile werden entfernt, bei Sanierungen wird die Fuge sauber ausgefräst. Die Flanken werden gereinigt und, wo der Untergrund es verlangt, mit einem passenden Haftgrund vorbehandelt. Nur eine saubere, tragfähige Flanke hält den Dichtstoff dauerhaft.
Eine PE-Rundschnur begrenzt die Fugentiefe und stellt das richtige Verhältnis von Breite zu Tiefe her. Sie verhindert zugleich die Dreiflankenhaftung, damit der Dichtstoff nur an den beiden Flanken haftet und sich frei dehnen kann. Der Dichtstoff wird nach Beanspruchung gewählt, nicht nach Gewohnheit.
Der Dichtstoff wird blasenfrei und vollflächig in die Fuge eingebracht und sauber abgezogen, sodass er die Flanken satt benetzt. Die Fuge wird kantengenau geglättet und erhält ein gleichmäßiges Profil. Das sorgt für Dichtheit und ein ruhiges Fugenbild.
Nach dem Aushärten prüfen wir Haftung, Oberfläche und Fugenbild. Übergänge und Anschlüsse werden kontrolliert, offene Punkte sofort nachgearbeitet. Sie bekommen eine Fuge, die hält, und eine klare Rückmeldung zur weiteren Pflege.
Wir legen Fugenbreite, Fugentiefe und Dichtstoff auf die reale Bewegung und Belastung aus. So nimmt die Fuge Dehnung und Temperatur auf, statt an der falschen Stelle zu reißen.
Silikon, Polyurethan, MS-Polymer oder Acryl haben jeweils ihre Stärken bei UV, Chemie, mechanischer Last und Haftung. Wir wählen nach Einsatz und nicht nach Standardrolle im Lager.
Gerade Fugenränder, gleichmäßiges Profil und blasenfreie Einbringung sind kein Luxus, sondern die Voraussetzung für Dichtheit. Eine saubere Fuge sieht nicht nur besser aus, sie hält auch länger.
Schadhafte Fugen lassen sich in den meisten Fällen ausfräsen und neu verfüllen, ohne den gesamten Boden anzutasten. Das spart Zeit, Kosten und Ausfall, gerade in genutzten Flächen.
Göksel Keles sieht sich die Fugen selbst an und sagt Ihnen klar, was machbar ist und was nicht. Kurze Wege, klare Absprachen und ein fester Ansprechpartner von der Aufnahme bis zur Übergabe.
Eine elastische Fuge funktioniert nur, wenn das Verhältnis von Breite zu Tiefe stimmt und der Dichtstoff ausschließlich an den beiden Flanken haftet. Haftet er zusätzlich am Fugengrund, entsteht die sogenannte Dreiflankenhaftung, und die Fuge reißt bei der ersten stärkeren Bewegung ein. Eine PE-Rundschnur als Hinterfüllung begrenzt die Tiefe und trennt den Dichtstoff vom Grund. Deshalb ist die saubere Vorbereitung oft wichtiger als das Material selbst.
Polyurethan ist mechanisch belastbar und bewährt sich in Boden- und Bewegungsfugen mit Verkehrslast. Silikon ist beständig gegen UV und Feuchtigkeit und wird häufig in Nass- und Anschlussbereichen eingesetzt. MS-Polymer verbindet gute Haftung mit Flexibilität und kommt ohne aggressive Weichmacher aus, während Acryl eher für wenig bewegte Innenfugen taugt. Entscheidend sind die konkrete Beanspruchung durch Chemie, Reinigung, Temperatur und Last sowie die Verträglichkeit mit dem angrenzenden Belag.
Gerissene, ausgehärtete oder verschmutzte Fugen sind selten ein Grund, den ganzen Boden zu erneuern. In der Regel wird die alte Fugenmasse ausgefräst, die Flanke sauber und tragfähig vorbereitet und die Fuge mit passendem Dichtstoff neu verfüllt. So bleibt die Fläche nutzbar und die Dichtheit wird gezielt dort wiederhergestellt, wo sie verloren gegangen ist. Gerade in laufenden Hallen und Lagern ist das die wirtschaftliche Lösung.
In Industrieböden treffen Fugen auf harte Beanspruchung durch Stapler, Radlast und ständige Reinigung. Hier zählt nicht nur der Dichtstoff, sondern auch der Schutz der Fugenkanten, die bei hoher Last ausbrechen können. Je nach Nutzung kommen elastische Dehnfugen, kraftschlüssig gefüllte Fugen oder geschnittene Scheinfugen zur kontrollierten Rissführung in Frage. Welche Variante sinnvoll ist, hängt von Bodenaufbau, Verkehr und Betriebsablauf ab.
Noch etwas offen? Rufen Sie an, wir klären es direkt.
Weitere Leistungen
Diese Website ist derzeit privat. Bitte Zugangsdaten eingeben.